Schaumburger Nachrichten 22.06.2007
Der Federball beschleunigt auf mehr als 300 Stundenkilometer
"Da können auch zwei Einsteiger Spaß haben"
Für den Laien sind Federball und Badminton oft das Gleiche. Doch trotz vieler Gemeinsamkeiten
unterscheidet sich Badminton in einigen wesentlichen Punkten vom Federball. Kein Wunder: ist das
eine doch eine Sportart und das andere ein Freizeitspaß. Der Spaß kommt allerdings auch bei der
sportlichen Variante des Spiels mit Schläger und Federball nicht zu kurz. Federball ist einer der
Sommerklassiker schlechthin. Gespielt wird meist zu zweit und im Garten. Dabei geht es darum, sich
mit dem Mitspieler einen Plastikfederball wechselseitig zuzuspielen und den Ball so lange wie
möglich im Spiel zu halten.
Badminton ist anders: Gespielt wird ausschließlich in der Halle auf einem vorgegebenen Spielfeld,
deren Hälften in der Mitte durch ein halbhohes Netz getrennt sind. Zum Einsatz kommt zu dem ein
echter Federball. Zwei Einzelspieler oder zwei Doppel- beziehungsweise "Mixed"-Paarungen treten
jeweils gegeneinander an, um die gegnerische Mannschaft spieltechnisch auszutricksen und die für
einen Sieg erforderlichen Spielpunkte zu erreichen. "Beim Federball spielt man sich den Ball zu,
beim Badminton macht man genau das Gegenteil", formuliert es denn auch Frank Grabowski, der Leiter
der Badmintonsparte beim TuS Germania Hohnhorst.
Das Schöne am Badminton sei, dass auch Einsteiger relativ schnell Fortschritte erzielen und Spielspaß
haben können, so Grabowski. Eine kurze Anleitung genüge, "und dann kann es schon losgehen". Zudem seien
nur minimale Investitionskosten erforderlich. Bälle und in der Regel auch Schläger haben die Vereine,
so dass ein Interessent lediglich seine Turnschuhe, eine Sporthose und Lust mitbringen müsse. Wer einen
eigenen Schläger haben möchte, muss zwischen 3o und 200 Euro investieren.
Wenn man nur ein bisschen Spaß haben und sich bewegen möchte, kann man in der Sporthalle quasi Federball
spielen, meint Grabowski. "Da können auch zwei Einsteiger Spaß haben", fügt Jugendwart Matthias Pfaffe
hinzu. Beim Tennis oder Squash dagegen käme - anders als beim Badminton - zwischen zwei Anfängern, die
die Grundlagen nicht beherrschen, kein Ballwechsel zustande.
"Unterm Strich" sei Badminton jedoch keine leichte Sportart, erklärt der Spartenleiter. So gebe es
beispielsweise verschiedene Schlag- und Spieltechniken, die man erlernen könne. Zwischen erfahrenen
Spielern seien dann auch "sehr, sehr schnelle Ballwechsel" möglich, bei denen die Anfangsgeschwindigkeit
des geschlagenen Federballs durchaus mehr als 300 Kilometer pro Stunde erreichen könne.
Informationen im Internet unter www.germania-hohnhorst.de/badminton.