Schaumburger Zeitung KW08 2000

Rintelner Cracks bei Deutschen Meisterschaften der Jugend

Alle hatte sie die Qualifikation geschafft und sich riesig darüber gefreut. Was sie allerdings an diesem Wochenende bei den deutschen Titelkämpfen von sich selbst erwarteten, wird wohl im Dunkeln bleiben. Eike Westermann jedenfalls bezeichnete die Ergebnisse als "weniger erfreulich".

Die Konkurrenz war sehr stark. Philip Radecker kam im Mixed U19 an der Seite von Stefanie Schaper gleich in der 1. Runde gegen Schnaase/Schenk (NRW) unter die Räder. Ebenso Andres Westermann und Hannes im Doppel U17. Sie unterlagen trotz guter Leistung Abdul Rahim/Pohl (NRW) 12:15/9:15.

Guido Radecker überstand im Einzel U17 die 1. Runde gegen Michael Hauber (Bayern) 15:5/15:7 und zeigte dabei seine derzeit ansteigende Form. Allerdings hat Radecker noch immer mit den Folgen eines Wachstumsschubs zu kämpfen: die Muskulatur ist noch nicht richtig ausgebildet und macht noch zu schnell schlapp. In der 2. Runde war Radecker dann gegen Fabian Zilm (Berlin), an Position 3 gesetzt, 1:15/1:15 unterlegen. Er spielte zwar stark und kämpfte vorbildlich, hatte aber nicht den Hauch einer Chance.

Philip Radecker und Eike Westermann spielten im Doppel U19 zusammen. Doch gleich in der 1. Runde gegen Michael Fuchs (Bayern)/ Peter Weinert (Baden-Württemberg) unterlagen sie 13:15/5:15. "Philip und ich haben im ersten Satz noch gut mit gehalten aber auch schon zu viele Fehler gemacht. In den entscheidenden Situationen haben wir den kürzeren gezogen." Im zweiten Durchgang ging dann gar nichts mehr zusammen. Philip und Eike gerieten immer mehr unter Druck fanden keine Sicherheit mehr. Besonders diese Leistung enttäuschte den jungen Rintelner. Westermann: "Wir haben uns geschämt, so eine Leistung abzuliefern!"

Eike Westermann zog im Einzel U19 in die zweite Runde ein. Gegen Jörg Lorenz (Saarland) siegte der ehemalige Titelträger 15:12/15:5 und erwischte damit einen guten Einstand in das Turnier. In Runde 2 gegen Michael Fuchs (Bayern), an Position 4 gesetzt, fehlte es beim 10:15/13:15 in den entscheidenden Situationen an Abgeklärtheit, Schlagsicherheit und Schnelligkeit. "Die fehlten mir wegen dem einen Jahr Pause. Ich habe im zweiten Satz 11:4 geführt und danach nichts mehr zustande bekommen, es fehlt auch die Konstanz in meinem Spiel", so Westermann.

Stefan Engler