Schaumburger Zeitung 30.06.2001

Andres Westermann scheitert erst im Halbfinale

160 Teilnehmer beim 21. Rintelner Pokal Turnier
Gute Plazierungen für Schaumburger Starterinnen und Starter


Tradition im Wechsel; so könnte das Motto des 21. Rintelner Pokal Turniers lauten, zu dem sich mehr als 160 StarterInnen in der Weserstadt versammelten. Besonders stark besetzt waren dabei die oberen Spielklassen.

Damit hat sich das Turnier in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Während man in den ersten Jahren fast ausschließlich SpielerInnen des Bezirks Hannover ansprach, hat sich der Einzugsradius mittlerweile deutlich erweitert. Es hat sich herumgesprochen, dass man in Rinteln gutes Badminton geboten bekommt und auch spielen kann. So nutzen die Niedersachsen das Turnier Jahr für Jahr als willkommenen Saisonabschluss, während die Westfalen sich bereits voll in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit befinden und Matchpraxis suchen. Beide Faktoren führten in der offenen A-Klasse zu herausragenden Auseinandersetzungen.

Auch für Schaumburger Starter sprangen gute Platzierungen heraus. Im Mixed A traten im kleinen Finale Janina Nonnenberg (Rinteln)/Frank Eilers (Delmenhorst) gegen Stefanie Schaper (Neustadt)/Philip Radecker (Rinteln) an. Die spannende Partie zog sich über drei Sätze und wurde von Nonnenberg/Eilers denkbar knapp 11:5/15:11/10 gewonnen. Das Finale gewannen Witt/Englemann. Im Herrendoppel erspielte sich Philip Radecker dann den ersehnten dritten Platz. An der Seite von Christoph Schröder (Neustadt) setzte er sich im letzten Match des Turniers durch. Das Herreneinzel wurde von Vorjahressieger Yarvuz Yigit (Steinhagen) nach Belieben dominiert. Dies bekam auch Heiko Stark zu spüren, der ebenfalls in Rinteln das Badminton spielen erlernte. Er hatte im Halbfinale beim 12:15/12:15 keine Chance gegen den extrem schnellen und sicheren Westfalen. Im kleinen Finale kam es zum Duell mit dem Rintelner Guido Radecker. Der Kämpfer unter den Weserstädtern lieferte Stark einen packenden Fight, musste dem erfahreneren Stark aber in drei Sätzen den Vortritt lassen. Ebenfalls den dritten Platz erspielten sich die Hohnhorster Oldenburg-Schwestern im Damendoppel. Dabei ließen sie im kleinen Finale Nonnenberg/Bardenhorst deutlich hinter sich.

Andres Westermann

Der dritte Rang beim 21. Rintelner Pokal Turnier steht als erster Erfolg für Andres Westermann


Auch in der C-Klasse sammelten die Schaumburger Podiumsplätze en masse. Im Herreneinzel reichte es für Andreas Jeschke und Andres Westermann allerdings nur für die Plätze drei und vier. Beide verloren ihre Halbfinals in zwei glatten Sätzen, lieferten sich aber um den Bronzerang ein packendes Duell, das mehr als 90 Minuten anhielt. Westermann gewann der ersten Satz 15:13 und hatte im zweiten Matchball. Doch er konnte sich gegen der verbissen kämpfenden Jeschke nicht durchsetzen. Dieser konnte aber im Entscheidungssatz nichts mehr zusetzen und überließ diesmal dem Jüngeren den Platz auf dem Podest. Im Mixed C befanden sich gleich drei Schaumburger Paarungen im Halbfinale, doch den Titel sicherten sich andere. Im Rintelner Duell setzten sich zunächst Tim Krüger/Mirja Nacke gegen Sven Aits/Doris Kirstein durch, während parallel Mathias Blume/Sandra Pfaffe (Hohnhorst) den späteren Siegern Möller/Krawietz (Harkenbleck) unterlagen. Das kleine Finale konnten dann die Hohnhorster für sich entscheiden. Ebenfalls zwei Rintelner Paarungen hatten sich im Herrendoppel in die Endrunde gekämpft und mussten im Halbfinale gegeneinander antreten. Jeschke/Klein hatten dabei das bessere Ende und schickten Westermann/Engler ins kleine Finale, welches die beiden nicht gewinnen konnten. Für Jeschke/Klein blieb nach einem klar verlorenem Finale der zweite Rang hinter Spitczack/Ellerbracht. Absolute Schaumburger Drei-Einigkeit gab es dann auf dem Podium im Damendoppel. Doch auf den Feldern war davon noch nichts zu sehen. Hier setzten sich nach hartem Kampf Mirja Nacke/Nicola Sondermann (Rinteln) im Finale gegen Sandra Pfaffe/Andrea Dohmeier (Hohnhorst) durch. Dritte wurden Doris Westermann/Brigitte Brakemeier (Rinteln).

In der D-Klasse machte einmal mehr Marlies Athmer aus Lauenau auf sich aufmerksam. Sie erspielte sich einen hervorragenden zweiten Platz im Einzel und kam mit Partner Michael Recker au den dritten Rang im Mixed, knapp vor den Rintelner Fabian Korte/Olga Baier. In der E-Klasse wurden Bernd und Steffen Köppe (Rinteln) dritte des Herrendoppels, Stefan Frühmark/Nicola Kelm (Rinteln) wurden vierte im Mixed. (Stefan Engler)