Schaumburger Zeitung Dezember 2000

Oldenburg Schwestern siegen

Nicola Sondermann auf Rang 4

Der Bezirk Hannover versuchte am Wochenende erstmals, die eigene Jugend näher an den Seniorenbereich heran zu führen. Als Reaktion auf schwindenden Teilnehmerzahlen bei allen Turnieren, wurden für die in Arnum ausgetragene Bezirksrangliste der Doppeldisziplinen auch Jugendliche U17 zugelassen.

Dies nutze die Rintelner Nicola Sondermann, um sich nach langer Verletzungspause langsam wieder an das alte Leistungsniveau heranzutasten. An der Seite von Simone Richert zeigte sie überraschend gute Leistungen. Die Paarung zeigte einigen etablierten Paarungen, wie stark der Nachwuchs einzuschätzen ist. Im ersten Match bekamen dies Scharfenberg/Pfleghoft zu spüren. Das Harkenblecker Doppel wurde 15:8/5 abgefertigt. Ähnlich erging es Theur/Ingles, die beim 15:4/7 noch weniger Chancen hatten. Im Halbfinale war für Sondermann/Richert dann aber nichts mehr zu machen. Sie unterlagen den späteren zweiten Uliczka/Dalbke klar in zwei Sätzen. "So langsam machte es sich bemerkbar, dass ich seit dem Sommer kaum mehr gespielt habe," meinte Sondermann. Doch für das Halbfinale der Trostrunde reichte die Kraft noch. Sondermann/Richert siegten durch aggressives und zugleich sicheres Spiel über Kretschmann/Heine (TuS Seelze) in drei Sätzen. Da reichte für Platz 4.

Den Sieg sicherten sich die Schwestern Kerstin und Silke Oldenburg vom TuS Germania Hohnhorst. Sie dominierten die Konkurrenz nach Belieben und spielten ihre gesamte Niedersachsenliga-Erfahrung aus. Ohne Mühe setzten sie sich vor allem gegen die Jugendlichen Starter durch. Erst im Finale waren sie voll gefordert. Zwar gewannen sie den ersten Satz klar gegen Uliczka/Dalbke, doch in zweiten Durchgang riss der Faden. Sie verloren nach einer im Grunde klaren 13:5-Führung. Im Entscheidungssatz entwickelte sich ein packendes Duell, das die Zuschauer in der Halle hielt. Oldenburg/Oldenburg setzten sich in der Verlängerung durch.

Stefan Engler