Schaumburger Zeitung August 1999
Klaus-Peschke-Pokal für Rintelner Christian Rudat
200 Starter und mehr als 300 Spiele beim 19. Rintelner Pokal Turnier
Sogar aus Aschaffenburg kamen Teilnehmer
200 Starter, mehr als 300 Spiele und eine in diesem Jahr wieder einmalige Atmosphäre:
das 19. Rintelner Pokalturnier war ein voller Erfolg. Nicht zuletzt auch, weil die
Aktiven aus Schaumburg die Akzente setzten.
Das war ihnen bei der Konkurrenz aus NRW in den letzten Jahren kaum gelungen. "Wir haben
in diesem Jahr einiges verändert. Weniger Teilnehmer und andere Turniersysteme haben das
Turnier wesentlich interessanter gemacht" Lars Ottawa von der VTR zieht eine ausnahmslos
positive Bilanz, ohne zu vergessen, dass viele Helfer im Hintergrund ihm die Hände für
die reibungslose Abwicklung des Turniers frei hielten.
Cafeteria und Party waren gut bestückt und neben den Organisatoren waren auch die Spieler
zufrieden, die in diesem Jahr aus fünf Landesverbänden kamen.
Die wohl weiteste Anreise hatte ein Damendoppel aus Aschaffenburg und keiner wusste so
recht, woher diese von dem Turnier an der Weser wussten. Sportlich gelohnt hatte sich
der lange Weg allerdings nicht.
Im Damendoppel der C-Klasse gaben zwei Schaumburger Paarungen den Ton an. Doris
Kirstein/Angelika Peddinghaus erspielten sich einen sehr guten dritten Platz. Andrea
Dohmeier/Sandra Pfaffe (TuS Germ. Hohnhorst) überstanden sogar das Halbfinale und
lieferten den Zuschauern ein packendes Endspiel gegen Dörner/Benson (Rheine).
Applaus gab es auf offener Szene und auch die Spielerinnen hielten sich mit Freude
und Ärger nicht zurück. Lautstark über den Sieg freuen durften sich die Hohnhorsterinnen
nach mehr als einer Stunde und drei Sätzen. Einen weiteren dritten Platz konnte sich
Angelika Peddinghaus mit Tim Krüger im Mixed erspielen. Sie unterlagen nach einer
starken Vorrunde den späteren Siegern Scholing/Scharff (MTV Nienburg).
Tim Krüger und Sven Aits wurden im Herrendoppel ebenfalls Dritte. Die Rintelner unter
lagen im Prestigeduell ihren Vereinskameraden Andreas Jeschke/Christian Rudat, die
damit ins Endspiel gegen Migge/Möller (Seelze/Harkenbleck) einzogen. In souveräner
Manier sicherten die Weserstädter sich beide Sätze mit deutlichem Vorsprung. Für
Andreas Jeschke war es der lang ersehnte erste Titelgewinn. Christian Rudat ließ
dein Doppeltitel einen weiteren folgen. Er spazierte durch das Einzelfeld, schaltete
auf dem Weg ins Endspiel Sebastian Dörjes (SG Eilsen/Bückeburg) aus und ließ sich
auch von Gordon Rohde, einem Vorjahresfinalisten, den Sieg nicht nehmen. Mit zwei
Titeln wurde er unangefochten bester Rintelner und erhielt den Klaus-Peschke-Pokal.
Die Badminton-Spitze Schaumburgs konnte sich in der A-Klasse allerdings kaum behaupten.
Zu stark war die Konkurrenz vor allem aus NRW. Für die Spieler von jenseits der
Landesgrenze beginnt in wenigen Wochen die neue Saison, entsprechend fit waren sie
nach Rinteln gekommen.
Silke und Kerstin Oldenburg aus Hohnhorst teilten sich gemeinsam mit ihren Mixedpartnern
einträchtig den dritten Platz und erreichten als einzige Schaumburger in der Königsklasse
Podiumsplätze.
Stefan Engler