Schaumburger Zeitung KW14 2000
Walter Beißner für Deutsche Meisterschaft qualifiziert
Der Bückeburger Walter Beißner hat es endlich geschafft: zum ersten Mal holte er sich
bei der Norddeutschen Meisterschaft in Elmshorn die direkte Qualifikation zu den Deutschen
Titelkämpfen.
Dabei sein wird es allerdings nicht zum ersten Mal. Bereits vor zwei Jahren konnte er bei
den nationalen Meisterschaften spielen. "Damals bin ich aber nur als Nachrücker in das
Feld gekommen. Jetzt ist das was ganz anderes." Beißner ist sichtlich zufrieden. Doch
begonnen hatte das Turnier nicht besonders gut. Sein Doppelpartner war gar nicht erst
gekommen, im Mixed schieden Beißner/Kopinski in der ersten Runde gegen die starken
Schlütz/Michalowski (Greifswald) aus und auch Kopinski allein scheiterte im ersten Spiel
an der amtierenden Deutschen Meisterin.
Und so sollte es fast im Einzel O45 weitergehen. Auch hier fehlte zunächst der erste
Gegner. "Das war ja nicht schlimm. Schließlich konnte ich mir die anderen in Ruhe anschauen."
Und das sollte Beißner in seinem ersten Spiel nutzen können. Seinen Gegener Ackemann
aus Berlin hatte er als konditionsschwach eingeschätzt. "Also habe ich ihn einfach
laufen lassen. Das hat gut geklappt." Beißner gewann in zwei glatten Sätzen. Doch
im Viertelfinale zeigte es sich dann weniger gut vorbereitet. Der Bremer Ott hatte,
im Vorjahr Vizemeister, legte gut los und gewann der ersten Satz 15:11. Beißner kam
aber über den Kampf ins Spiel zurück und sicherte sich Durchgang zwei. Im dritten
Satz spielte der Bückeburger dann alle Tricks aus, die er auf Lager hat. "Ich mußte
alles versuchen. Und irgendwie habe ich wohl einen Nerv getroffen." Denn Ott ging
im Entscheidungssatz 15:4 unter. Im Halbfinale ging es dann um alles. Ein Spiel um
Platz drei würde es nicht geben, soviel wußte Beißner. Doch er wußte auch, wie stark
sein Gegner ist. Denn Michalowski, Vater der aktuellen Deutschen Meisterin im
Dameneinzel Katja Michalowski, hatte seinerseits aktuelle Deutsche und historische
Europameisterehren vorzuweisen. "Und er war mir technisch völlig überlegen." Davon
gab es aber im ersten Satz nicht viel zu sehen. Beißner kämpfte, führte zeitweise
und verausgabte sich völlig. Zum Satzgewinn reichte es dennoch nicht und im zweiten
Satz gab es nichts mehr zu wollen. "Doch der dritte Platz ist ein toller Erfolg für mich."