Schaumburger Zeitung KW09 2000
Radecker Brüder trumpfen auf
Spitzenergebnisse bei Norddeutscher Meisterschaft
Halbfinalplätze im Abonnement für die Brüder Philip und Guido Radecker scheinen
selbst auf Norddeutscher Ebene kein Problem mehr zu sein. Für Philip sprang immerhin
ein Platz auf dem Treppchen heraus, Guido darf sich dagegen mit Meisterehren schmücken.
Im Einzel U19 lief es für Philip Radecker zunächst nicht so gut. Er zeigte zwar in der
Vorrunde eine gute Leistung, mußte sich aber gleich im ersten Spiel der Hauptrunde
geschlagen geben. Besser verlief die Mixed-Konkurrenz. Gemeinsam mit Stefanie Schaper
spielte sich Radecker mit klaren Erfolgen, zuletzt 15:4/9 über die Berliner Lehmann/Saibert,
ins Halbfinale. Dort lieferten sie den an Position eins gesetzten Nelte/Eckhardt ein
packendes Match, mussten sich aber 12/12:15 geschlagen geben.
Das Mixed U15 von Guido Radecker und Simone Peters lief noch besser. Das Paar war an
Position eins gesetzt und unterstrich im ersten Match seine Favoritenrolle eindrucksvoll.
Doch im Halbfinale galt es mit Bendorff/Piske (Brandenburg) eine harte Nuss zu knacken.
Den ersten Satz gewannen Radecker/Peters noch klar, konnten im zweiten Durchgang aber
ihre Linie nicht halten. Durch die Trainer in der Pause vor dem Entscheidungssatz gut
eingestellt ließen die dann aber nichts mehr anbrennen und entschieden den dritten
Durchgang 15:3 für sich. Im Finale fanden sie aber gegen die starken Schultz/Hoffmann
kein rechtes Mittel. Die Partie verlief zwar sehr ausgeglichen, doch letztlich verloren
Radecker/Peters unglücklich 13/13:15.
Glanzleistungen zeigte Guido dann in der Einzelkonkurrenz. Dabei stand er aber schon in
der ersten Runde vor dem Aus. 9:15 gab er den ersten Satz gegen den Hamburger Mertens ab.
Doch er wollte sich keine Blöße geben und riß das Match herum. Danach gab es für seine
Gegner nur noch Lehrstunden. Piske und Streese wurden im Schnelldurchgang abgefertigt.
Vor allem im Spiel gegen Streese zeigte Radecker bestes Badminton. Beim 15:0/2 hatten
sogar die Trainer gut Lachen und bescheinigten Radecker ein fehlerfreies Spiel. Als
starker Gegner erwies sich nur Sascha Klems (Brandenburg). Radecker gewann zwar den
ersten Satz klar 15:7, hatte danach aber konditionell nichts mehr zuzusetzen. Er spielte
im zweiten Durchgang nur noch mit, ohne eigene Akzente zu setzen. Der Satz ging 16:17
verloren. Nach der Pause hatte sich Radecker aber wieder im Griff und siegte letztlich
klar 15:7 im dritten Satz zum Norddeutschen Titel.
Stefan Engler