Schaumburger Zeitung Februar 1999
Große Defizite in der Jugend-Förderung
Die Spielkreise Schaumburg und Hameln/Pyrmont müssen Stützpunkte eintichten
Die Förderung für den Badmintonnachwuchs im Landkreis Schaumburg liegt brach. Während
einzelne Vereine sich durch gute Arbeit im Schülerbereich ihre Lorbeeren verdienen, zeigt
sich im Bereich der Jugendlichen ein großes Loch.
Allein die VT Rinteln nahm in der Bezirksklasse an der Punktspielrunde teil. Die Mannschaft
um die Leistungsträger Nicola Sondermann und Hans Taube belegte Rang drei in der
Abschlusstabelle hinter dem souveränen Meister Diepholz und HoItorf. Ohne Nikola
Sondermann, die kein Match verlor, hätte sich die VTR-Jugend am Tabellenende wiedergefunden.

Das Rintelner Jugendteam: Fabian Korte (h.v.l.), Marcel Luka,
Jerome Kemker, Michael Wöbse, Thorsten Groß,
(v.v.l.) Anne Lampe, Hans Taube und Nicola Sondermann
Es wurde deutlich, dass im Trainingsbereich über einige Jahre weniger konsequent gearbeitet
wurde, als dies heute der Fall ist. Doch solange die VT Rinteln in der konsequenten Förderung
ihres Nachwuchses allein dasteht, wird weiterhin kein gutes Licht auf den Kreis fallen.
Abhilfe könnte da ein Projekt schaffen, das der Bezirk Hannover bereits vor zwei Jahren plante
und das in den Kreisen Nienburg und Diepholz mittlerweile über die Planungsphase hinaus ist.
Ein zentraler Stützpunkt soll spielstarke Schüler bis 12 Jahre einmal in der Woche auf die
Aufnahme in den Bezirkskader vorbereiten. Die Voraussetzungen dafür sind auch im Landkreis
Schaumburg nicht schlecht. Es gibt in den Vereinen ausreichend viele ausgebildete Trainer,
die sich an einem solchen Stützpunkt beteiligen könnten. Was als Problem bleibt, ist die
Finanzierung. Zwar übernimmt der Bezirk einen Kostenanteil, doch zwei Drittel der Kosten
müssen durch die Kreise getragen werden.
Vielleicht sollten die Kreise Schaumburg und Hameln/Pyrmont, die den Punktspielbetrieb
gemeinsam durchführen, einmal ernsthaft über dieses Projekt nachdenken.
Stefan Engler