Schaumburger Nachrichten 12.09.1998

Schaumburger Mannschaften steigen an diesem Wochenende in die Punktspiele ein

Hohnhorster Germanen und VT Rinteln greifen nach den Sternen

KREIS SCHAUMBURG. Morgen beginnt für die Badmintonspieler des Kreises die neue Saison. Großes wird vor allem von den ersten Mannschaften aus Hohnhorst und Rinteln erwartet, die sich verstärkt haben und damit in ihren Klassen zu den Favoriten zählen.

Eine gute Position hat sich das Team des TuS Germania Hohnhorst verschafft. Zwar wird ihm Sven Ottawa fehlen, der nach Rinteln zurückgekehrt ist, doch die Verstärkungen der Hohnhorster können sich sehen lassen. Aus Seelze kommen Sören Hamann und Britta Kurok, aus Wunstorf Carsten Büsing und Marina Gelse und von Hannover 96 Daniel Ihrke - fast eine ganz Mannschaft also. Damit rückt das Team in den Kreis der Titelanwärter, denn in der vergangenen Saison hatte es sich in der Vorrunde lediglich den überlegenen Neustädtern beugen müssen und war Zweiter der Herbsttabelle. Für die Rückrunde war das Team dann aber nicht mehr motiviert und landete schließlich auf Platz vier: Dazu Kapitän Frank Grabowski: "Aufgrund unserer Verstärkungen möchten wir in jedem Fall wieder um die Meisterschaft mitspielen. Ob es am Ende reicht, müssen die ersten Spiele zeigen." Das erste Auswärtsspiel findet in Schaumburg statt, der TSV Barsinghausen mußte die Bad Nenndorfer Halle im Sportcenter des Gewerbegebiets anmieten. Die Hohnhorster Kontrahenten am Sonnabend (15 Uhr) heißen SSV Pennigsehl und TuS Wettbergen. "Vier Punkte sind eingeplant", legt sich Grabowski fest.

Ebenfalls an der Tabellenspitze will sich die VT Rinteln etablieren. Der Bezirksoberligist hat sich mit Sven Ottawa und Christian Rudat verstärkt, dazu gesellt sich der starke Eike Westermann, auf den die Rintelner vor allem im Einzel bauen. Die Konkurrenz kommt allerdings aus dem eigenen Kreis. Das zweite Team aus Hohnhorst wird nach der Verstärkung der ersten Mannschaft ebenfalls von den Neuzugängen profitieren und so wesentlich stärker als im vergangenen Jahr sein. Ebenfalls stark einzuschätzen sind die Teams aus Nienburg und Harkenbleck. "Einen Platz im oberen Tabellendrittel wollen, wir schon erreichen," sagt Lars Ottawa, Trainer der Rintelner, "aber wir sind sicher nicht die klaren Favoriten auf den Aufstieg."

Lars Ottawa und Andreas Jeschke


In der Bezirksklasse will die VT Rinteln II endlich den Aufstieg schaffen. Im vergangenen Jahr reichte es nur zu Platz zwei, nachdem das Team sich dem TuS Seelze zweimal geschlagen geben musste. Doch auch in dieser Klasse ist die Konkurrenz groß. Der FC Schwalbe wird wieder im oberen Drittel zu finden sein und auch Hohnhorst und Hagenburg werden zahlreich punkten. Der Tabellenvierte der letzten Saison, Victoria Lauenau, wird allerdings große Probleme bekommen. Mit Matthias Benckler und Volkhard Simoneit haben zwei Leistungsträger den Verein verlassen.

Im Kreis werden die Karten komplett neu gemischt. Alle Schaumburger Teams müssen sich neu einordnen. Vor allem die Konkurrenz, aus dem Nachbarkreis Hameln-Pyrmont ist groß. In der Kreisliga kann dennoch die SG Eilsen/Bückeburg als Favorit gelten. Der Absteiger aus der Bezirksklasse sieht sich den starken Mannschaften aus Hameln und Bad Pyrmont gegenüber, strebt aber den direkten Wiederaufstieg an. Die Teams aus des TuS Jahn Lindhorst und TSV Hagenburg werden sich wohl erneut mit einem Platz im Tabellenmittelfeld zufrieden geben müssen.

Im der 1. Kreisklasse geht die VT Rinteln IV auf die Tabellenspitze los und muß sich dort mit dem VfL Hameln, dem Absteiger SG Hameln/Rumbeck und der TuS Germania Hohnhorst IV auseinandersetzen. Prognosen mag hier keiner so recht abgeben, für alle steht der "Spaß" im Vordergrund. Wenn aber die erste Tabelle veröffentlicht sein wird, wird auch der Kampf um die Tabellenspitze wieder wichtig werden. (ne)