Schaumburger Zeitung Mai 1998

Radecker und Westermann siegten in Elmshorn

Großes wurde in Elmshorn geleistet, als die Organisatoren des heimischen MTV die mehr als 600 Teilnehmer beim größten Schüler- und Jugendturnier Deutschlands durch ihre Spiele schleusten. Vier Cracks aus Rinteln waren dabei mit von der Partie: Philip und Guido Radecker und Eike und Andres Westermann.

Quasi zum Aufwärmen gab es am ersten Tag Gruppenspiele zur Qualifikation für die Hauptrunde. Alle Rintelner setzten sich dabei durch, doch die Radecker-Brüder mussten sich schon ziemlich ins Zeug legen. Für Guido war dann auch bereits im Viertelfinale Endstation. Er verlor 13:18/2:15 gegen Bastian Zimmermann (SC Brandenburg). Auch für Eike Westermann ging es nach dieser Runde nicht mehr weiter. Das Aus kam ausgerechnet gegen Philip Radecker. Leicht verletzt musste Eike im zweiten Satz die Segel streichen. Philip konnte sich in den folgenden Spielen nicht weiter behaupten und wurde Vierter. Einziger Hoffnungsträger war damit Andres Westermann in U13. Er gewann das Viertelfinale sicher und dominierte das Halbfinale 15:1/2 gegen Alexander Strehse (BSG Eutin). Das Endspiel gegen Jan-Sören Schulz (VfB Lübeck) war sehr kampfbetont, Andres konnte sich aber nicht durchsetzten und unterlag 9/7:15.

Die Einzel waren vor allem aus der Sicht von Eike Westermann nicht so verlaufen, wie die Rintelner Crew erwartet hatte. Nach der lockeren Vorrunde setzten dann auch beide Doppel alles daran, besser abzuschneiden. Andres und Guido mussten aber im Halbfinale erkennen, dass guter Wille allein keinen Sieg macht. 8/11:15 unterlagen sie den späteren Siegern Hafez/Zimmermann (SC Brandenburg). Eine Medaille wollte sie dennoch erkämpfen. Danach sah es in ersten Satz des kleinen Finals zunächst nicht aus 6:15, Platz 3 in weiter ferne. Über den Kampf fanden die Rintelner aber zurück ins Spiel und siegten schließlich 15:11/18:13. Eike und Philip bekamen es im Halbfinale mit den klaren Favoriten Schöttler/Küchenmeister (Hamburg) zu tun. Alle Beobachter werten dieses Spiel als vorzeitiges Finale und sahen ein sehr schnelles, druckvolles Doppel, das letztlich von den Rintelnern bestimmt wurde, die weniger Fehler machten als ihre Gegner und den ersten Satz 18:16. Der zweite Satz war reine Nervensache: Eike und Philip mussten nur auf Fehler warten und konnten ihr Spiel locker durchspielen: 15:7 und Finalteilnahme. Wie stark Eike und Philip tatsächlich waren, zeigte sich im einem Endspiel, in dem ihre Gegner Schulze/Graf (Lübeck) nicht den Hauch einer Chance hatten. 15:8/1 das deutliche Ergebnis.

Stefan Engler