Schaumburger Zeitung April 1998
Nacke in Paris Zweite
Internationales Studententurnier mit vier Rintelner
Am Osterwochenende reiste ein kleines Kontingent der VTR nach Paris, um zum ersten
Mal an der jährlichen TIBAD der Universität Paris-Süd in Orsay teilzunehmen. Besonders
Mirja Nacke erspielte sich gegen die internationale Konkurrenz zwei gute Plätze.
Fast 12 Stunden Fahrt nahmen Mirja Nacke, Andreas Jeschke, Sven Ottawa und Stefan Engler
in Kauf, um auf dem Campus in Orsay gegen die Konkurrenz aus 10 Nationen anzutreten. Auf
dem Programm standen zwei Tage Vorrunde, die einzig Sven Ottawa in der B-Klasse nicht
überstand. Andreas Jeschke sicherte sich mit drei Siegen im Einzel seinen Platz im
Viertelfinale der C-Klasse. Sein Gegner Thomas Peterson aus Dänemark musste den Strapazen
des Turniers Tribut zollen und trat nicht an.
Jeschke zog folglich kampflos ins Halbfinale gegen Andreas Schlumberger aus Bern ein.
Mit seinem schnellen und kompromisslosen Spiel überrannte Jeschke seinen Gegner in ersten
Satz 15:6. Schlumberger zeigte aber Nehmerqualitäten und gewann in Durchgang zwei an
Sicherheit. Jeschke biss sich in der Folge zunehmend die Zähne aus, unterlag dem späteren
Sieger Schlumberger letztlich in drei Sätzen und wurde Dritter.
Stefan Engler konnte sich mit seiner Partnerin Martina Aegi aus Bern bis in Viertelfinale
des Mixed spielen. Hier gab es einen leichten Sieg über Michels/Thorpe (Bern/Plymoth).
Im Halbfinale gab es dann aber kein Mittel gegen Hurt/Armbrus (Glasgow/Bern), sodass
Engler/Aegi am Ende ebenfalls Platz drei belegten.
Mirja Nacke erwischte ein gutes Los. Sowohl im Einzel wie auch im Doppel an der Seite
von Emer Stewart (Dublin) beendete sie die Vorrunde als Gruppenerste. In beiden
Disziplinen ging sie auch nach den Halbfinals als Siegerin vom Feld. Im Einzel wie
im Doppel bekam sie es im den Endspielen mit Priska Meyer (Bern) zu tun. Die Schweizerin
sollte in beiden Spielen in zwei Sätzen die Oberhand behalten. Mirja Nacke zeigte mit
ihren zweiten Plätzen jedoch deutlich, dass sie auch internationale Konkurrenz nicht
zu fürchten braucht.
Für das nächste Jahr haben sich die Rintelner einiges vorgenommen. Das Team für den
Trip in die französische Metropole soll vergrößert werden und mit vereinten Kräften
soll das Team aus Bern angegriffen werden, das in diesem Jahr deutlich überlegen die
Mannschaftswertung gewann.
Stefan Engler