Schaumburger Zeitung April 1998
Vereine müssen die Jugendarbeit fördern
Neue Angebote für den Breitensport
Generalversammlung des Badminton-Kreisverbandes in Hagenburg
Acht Vereine schickten Vertreter
Vertreter der insgesamt 8 Vereine, die im Schaumburger Land Badminton anbieten, fanden
sich in Hagenburg zu ihrer Jahreshauptversammlung ein. Man verständigte sich in der gut
2-stündigen Sitzung vor allem darauf, den Jugendbereich stärker als bisher zu fördern
und attraktive Angebote für den Breitensport anzubieten.

Wiedergewählt: (v.l.) Dieter Weihmann, Willi Görz, Stefan Engler und Klaus Groß bilden
den Vorstand des Fachverbandes Schaumburg zusammen mit Axel Radecker und Andre Schrader
(beide fehlen auf dem Bild).
In seinem Bericht lobte der 1. Vorsitzende Willi Görz (Lindhorst) die gute Arbeit seines
Vorstands. "Ich bin eigentlich nur zur Jahreshauptversammlung gefragt" gab er erleichtert
zu Protokoll, "denn den Grossteil der Arbeit erledigen meine Funktionäre." Allein der
Punkt Jugendförderung bereite ihm Bauchschmerzen, denn hier würde eindeutig zu wenig
getan. Andererseits dürfe auch die Basis des Breitensports nicht vergessen werden.
Damit bewegt sich auch das höchste Badminton-Gremium des Kreises auf jener zweigeteilten
Bahn, auf der sich erfolgreiche Vereine wie die VT Rinteln bereits seit einigen Jahren
befinden. Auf der einen Seite stehen die leistungsbereiten und talentierten Schüler und
Jugendlichen. Der Kreis will in Zukunft das Arbeiten mit diesen in den Vereinen
unterstützen und um neue Ideen bereichern. Verantwortlich dafür soll Andre Schrader
aus Hagenburg als neuer Lehrwart sein. Schrader ist bereits im Besitz einer
Fachübungsleiterlizenz und wird sich in Kürze zum C-Trainer fortbilden. Seine Aufgabe
wird sein, Kreisübergreifende Lehrgänge zu organisieren und zu leiten. Von Seiten des
Bezirks wird bereits über einen Regionalstützpunkt nachgedacht, für den dem Kreis
bisher die Mittel fehlten. Schrader kann vielleicht auch in dieser Richtung etwas bewegen.
Ohne die Breitensportler auf der anderen Seite, könnte kein Verein überleben und
deshalb ist es gefährlich, diesen Bereich zu vernachlässigen. In Zusammenarbeit mit
den Centern will der Kreis hier neue Wege gehen. Es soll ein Turnier organisiert
werden, das allen Interessierten offen steht. So können auch jene einmal Turnierluft
schnuppern, die bisher allein in Centern aktiv waren und dort von Natur aus einen
übersichtlichen Spielpartnerkreis hatten. Angedacht wurde auch eine lockere Hobbyrunde,
wie aus dem Kreis Hannover bekannt ist. Ohne den Zwang von Nenngeldern oder straffen
Terminplänen können sich Kleinmannschaften finden, die einmal die eigene Vereinshalle
verlassen, um in anderen Vereinen Gegner zu suchen.
Im sportlichen Bereich wurde im vergangenen Jahr reibungslos gearbeitet. Die
Punktspielrunde verlief ohne Komplikationen und die Staffelsieger wurden durch Sportwart
Klaus Groß (Hagenburg) noch einmal für ihre Leistungen geehrt. Groß wurde im Amt
bestätigt. Jugendwart Axel Radecker hob in seinem Bericht die Leistungen des Nachwuchses
aus Rinteln gesondert hervor. Allein auf Bezirksebene sackten die Rintelner 12 Titel
und weitere 16 Podiumsplätze ein. Diese Bilanz sollte für alle Vereine des Kreises ein
Ansporn sein, ihre Nachwuchsarbeit zu verbessern. Allein in Hagenburg, Hohnhorst und
Bückeburg bestünden zu Ansätze.
Stefan Engler