Schaumburger Zeitung 19.03.1998

Kerstin Oldenburg und Sandra Scharff gewannen den Bezirkspokal im Damendoppel

Zwei Titel, ein zweiter und zwei dritte Plätze lautet die hervorragende Bilanz der Schaumburger Aktiven beim diesjährigen Pokalturnier des Bezirks Hannover. Für die Glanzlichter sorgten Kerstin Oldenburg und Lars Ottawa.

In der höchsten Spielklasse trat die Hohnhorsterin Kerstin Oldenburg gemeinsam mit Sandra Scharff aus Nienburg im Doppel an. Leider war die Beteiligung sehr gering, sodass ein einziges Spiel gegen die Jugendlichen Fait/Brandt den leichten Titelgewinn bedeutete. Erheblich aufwendiger ging es für Oldenburg im Mixed zu. An der Seite des für Wunstorf spielenden Christian Rudat ging es gegen die versammelte Landesligaelite. Zwei starke Paarungen vom Gastgeber TSV Neustadt konnten beide unerwartet deutlich gewinnen und auch die Nachwuchspaarung Richter/Scharfenberg stellte keine Hürde dar. Im Match um den Titel ging es gegen Carsten Büsing/Marina Gelse (TuS Wunstorf), ein Paar, das Rudat aus vielen Trainingsspielen gut bekannt war. Durchgang eins ging knapp 15:11 an Büsing/Gelse, den zweiten Satz sicherten sich Rudat/Oldenburg 15:7. Im Verlängerungssatz schenkten sich beide Teams nichts, spielten druckvoll und ballsicher, mit dem besseren Ende für Büsing/Gelse, die sich nach 18:14 im dritten Satz den Bezirkspokal holten.

Christian Rudat stritt im Doppel gemeinsam mit dem Rintelner Nachwuchsspieler Philip Radecker weiter. In zwei Sätzen bezwangen sie die Wunstorfer Büsing/Scherf, verloren dann aber gegen die Neustädter Bethe/Mundtkowski glatt 9/10:15. In der Trostrunde entwickelte sich gegen die Delmenhorster Hoppe/Höveling ein spannendes Match, in dem Radecker/Rudat vor allem durch ihre gute Abwehrleistung 18:17/15:12 die Oberhand behielten und damit um Platz drei spielen konnten. Gegen die Neustädter Bethe/Schröder war die Hoffnung auf einen Sieg allerdings eher klein. Die Favoriten zeigten sich aber wenig motiviert und von den vorangegangenen Spielen deutlich geschwächt. Sie gewannen zwar den ersten Satz, doch Rudat und Radecker kämpften verbissener, kamen dabei immer besser ins Spiel und gewannen Durchgang zwei. Im Entscheidungssatz schien zunächst alles in geordneten Bahnen zu verlaufen. Die Neustädter erspielten sich eine klare 12:6-Führung konnten das Spiel aber nicht beenden. Rudat/Radecker kämpften sich zurück und gewannen 15:12.

In der C-Klasse setzten sich die Akteure aus Rinteln vor allem im Gemischten Doppel in Szene. Mirja Nacke und Andreas Jeschke hatten allerdings einen schweren Start. Ohne Harmonie flogen im ersten Spiel 12:15/13:18 aus der Hauptrunde. Die Platzierungsrunde war dann aber ihr Ding. Zwei leichte Siege zu Beginn festigten Moral und Kampfgeist: Jeschke/Nacke ließen sich nach dem Verlust des ersten Satzes gegen die Seelzer Stroh/Krätschmann nicht aus der Ruhe bringen und gewannen die folgenden Sätze 18:15. Im Spiel um Platz 3 gegen Jahn/Rahn (Groß Buchholz) ging wieder der erste Satz verloren, doch Jeschke/Nacke kämpften verbissen und holten sich 15:8/13 den dritten Rang.

Mirja Nacke und Andreas Jeschke

Mirja Nacke und Andreas Jeschke feierten mit Platz drei im Mixed ihren ersten gemeinsamen Erfolg auf Bezirksebene


Lars Ottawa spielte gemeinsam mit Sandra Scharff aus Nienburg ein makelloses Turnier. In Runde eins noch mit Problemen und ein verkrampften 15:8/9 war der Weg ins Finale frei von Stolpersteinen: 15:2/1 gegen Rahn/Jahn und 15:0/3 gegen Stroh/Krätschmann. Im Endspiel mussten Ottawa/Scharff alles geben. Der erste Durchgang gegen Müller/Dreyer (Altwarmbüchen) ging 12:15 verloren, weil die Abstimmung nicht richtig funktionierte. Eine kleine Absprache zu Beginn von Satz zwei war aber genug, um mit 15:8/4 noch deutlich zu gewinnen. Lars Ottawa zeigte nach langer Durststrecke, was er noch leisten kann und betrachtet diesen Titel als einen kleinen Neuanfang.

Stefan Engler