Schaumburger Zeitung 29.01.1998
Eike Westermann in Berlin erst im Viertelfinale gestoppt
Bei den Norddeutschen Meisterschaften viele gesetzte Spieler ausgeschaltet
"Wir sind mit den Ergebnissen des Wochenendes mehr als zufrieden und Berlin ist immer
eine Reise wert" Walter Westermann zeigt sich sichtlich begeistert von dem, was sein Sohn
bei der Norddeutschen Meisterschaft der Klasse U17 zeigte.
Zwar kam er in Einzel und Doppel "nur" bis ins Viertelfinale, doch auf dem Weg dorthin
schaltete er Gegner aus, die in der Setzliste deutlich vor ihm lagen.
Im Doppel hat Eike auf dieser Ebene keinen festen Partner. Diesmal spielte er gemeinsam
mit Dettmann aus Berlin. Dieser erwies sich als stark und beide siegten in ihrem
Erstrundenspiel gegen die an Position 8 gesetzten Platz/Henning aus Hamburg 15:11/9.
Im Viertelfinale war allerdings Endstation gegen die starken Hannoveraner Matthias
Krawietz/Timo Teulings. Dem Druck der 96'er zeigten sich Westermann/Dettmann zwar
gewachsen, doch besonders Eike spielte im Angriff nicht so konsequent und druckvoll,
wie es in dieser Klasse erwartet wird.
Eikes große Domäne ist und bleibt das Einzel. Sein Erstrundenmatch gegen Steinbach
gewann er leicht 15:7/1. In Runde 2 traf er dann auf Folgmann, die Nummer 6 der Setzliste.
Satz eins gestaltete sich ausgeglichen und ging 15:13 an Eike, der dann im zweiten
Durchgang richtig aufdrehte und Folgmann 15:8 abfertigte. Im Viertelfinale schlug
sich Eike dann gegen Nelte achtbar, unterlag aber letztlich 8/13:15.
"Die Spielergebnisse im Einzel zeigen deutlich, wie gut er das Spiel seiner Gegner
lesen kann", so Vater-Trainer Walter Westermann. "Er erkennt typische Muster, um im
entscheidenden Moment konsequent an der richtigen Stelle zu sein. Doch wir müssen auch
weiter an seiner Schlagsicherheit und Kondition arbeiten."
Stefan Engler