Schaumburger Nachrichten 19.11.1997

Einziges Heimspiel der SG Hohnhorst/Haste wird zum Familientreffen

Saisonhöhepunkt bei Babytee und Sekt

HOHNHORST. Der Badmintonsport boomt. Die kommerziellen Center sind ausgebucht, teilweise werden Tennisplätze und Squashcourts eingestampft und zu "Federball-Feldern" umfunktioniert. Badminton zu spielen ist für jedermann leicht zu erlernen. Das Erfolgserlebnis stellt sich schnell ein. Doch während in den Sportcentern ohne Vorbuchung kaum ein freier Platz zu ergattern ist, bleiben die Spieler der Leistungsklassen im Bezirk und Verband bei ihren Punktspielen mehr oder weniger unter sich. Familientreffen ist angesagt, wenn Papa, Mama, Sohn oder Tochter für den Verein zum leichten Racket greift. Dies ist auch in Hohnhorst so, wenn die Landesligatruppe zum Heimspiel ruft.

Matthias und Nils Blume

FLASCHENKIND: Germanen-Spartenleiter Matthias Blume und sein Sohn Nils. (Emmert)


Die familiäre Atmosphäre bezaubert, nur wenige Zuschauer verirren sich in der schönen Halle in Haste. Kaffee und Kuchen, Würstchen und Schnittchen, Schokoriegel und Joghurt - die Spieler und ihre Familien lassen es sich während der fünf bis sechs Stunden eines Spieltages gut gehen. Die Turnmatten sind ausgebreitet, auf denen sich die Spieler zu einer kleinen Verschnaufpause niederlegen, oder auf denen herumgegammelt und Karten gespielt wird. Babys und Kleinkinder krabbeln oder toben durch die Halle - die Spielerinnen und Spieler kennen diese Situationen und fühlen sich nur selten genervt. Da kommt es schon mal vor, daß Mama den Säugling stillt oder das Papa den Teewärmer mitgebracht hat, damit sich das Baby am Nuckel der Flasche in den Schlaf trinkt. Die älteren Familienmitglieder sind die fachkundigen Beobachter der Partie. Nur wenige Meter vom Court entfernt haben sie es sich auf der Bank bequem gemacht. Ein Fläschchen Bier oder ein Gläschen Sekt in der Hand - so läßt es sich gut Fachsimpeln. Beifall wird auch gespendet, und zwar für alle Akteure. Badminton in Hohnhorst, aber nicht nur dort, das ist leistungsbezogener Familiensport. Eine angenehme Atmosphäre, die ihresgleichen sucht und so sympathisch ist. (AXEL EMMERT)

Zuschauer

ZUSCHAUER: Zwei- und vierbeinige Fans beim Badminton in der Haster Halle. (Emmert)