Schaumburger Wochenblatt 28.01.1995

Badminton: In der 1. Kreisklasse steht der Aufsteiger schon fest

BADMINTON. Eine 3:5-Niederlage und einen 8:0-Sieg brachte das Rintelner BEZIRKSLIGA-Team an diesem Wochenende mit nach Hause. Kleiner Wehmutstropfen: Der 8:0-Erfolg war nicht durch spielerische Leistung erzielt worden, sondern durch den Rückzug der Diepholzer Mannschaft aus dieser Spielklasse.

Der gleiche Umstand brachte dem MTV Nienburg den seit langer Zeit ersten Sieg ein, so daß die Mannschaft mit jetzt 4:20 Punkten nicht mehr um den Klassenerhalt zittern muß. An der Tabellenspitze hat sich nicht viel verändert: Weyhe und Pennigsehl belegen mit nur minimalem Abstand die ersten beiden Positionen und warten auf den direkten Kräftevergleich am 28. Januar, der die Entscheidung über den Aufstieg bringen soll. Auf Rang fünf befinden sich als einzige Schaumburger die Spieler der VT Rinteln I, die damit nach einem schlechten Saisonauftakt doch noch relativ zufrieden zurückblicken können.

Besonderes Glück hatten ab diesem Wochenende die Spieler aus Lindbeck in der BEZIRKSKLASSE WEST. Ihre Gegner aus Rinteln waren einem veralteten Spielplan gefolgt und so in der falschen Halle gelandet. Wegen der dadurch entstandenen Verspätung von über einer Stunde ging das Spiel kampflos an das LindBecker Team, das jetzt Position fünf belegt. Direkt davor hat sich die Germania Hohnhorst nach den Siegen gegen Rinteln (5:3) und Bad Pyrmont (7:1) postiert. Auf Rang eins befindet sich die Victoria Lauenau, die ihnen Traum vom Aufsfieg dieses Jahr wohl in die Tat umsetzen wird. Diesen Triumph würde ihr die SG Eilsen/Bückeburg sicherlich gerne streitig machen. Sie folgt mit nur einem Zähler Abstand auf Platz zwei, hat jedoch kaum noch Aussichten, den Tabellenführer in den letzten beiden Spielen einzuholen.

In der KREISLIGA wurden die letzten Spiele dieser Saison ausgetragen. Unangefochtener Spitzenreiter und damit nächstes Jahr Bezirksklassemannschaft ist der VfL Hameln II mit einem Endstand von 26:6 Zählern. Punkte abgeben mußte das Team nur gegen Hohnhorst, Stadthagen und die Konkurrenz vom VfBHW.

Durch die klaren Siege gegen Rinteln und Bad Münder am letzten Spieltag konnte sich die Victoria Lauenau vom dritten auf den zweiten Rang verbessern (Endstand 22:10), gefolgt vom VfBHW Hameln II (21:11), dem VfL Stadthagen I (18:14), der Germania Hohnhorst III (17:15) und dem MTV Rumbeck I (15:17). Für den TuSpo Bad  Münder hingegen ist die Saison noch nicht zu Ende. Mit einem Stand von 12:20 befindet er sich auf dem siebten Platz und muß im Relegationsspiel gegen den Tabellenzweiten der ersten Kreisklasse den Klassenerhalt erkämpfen. Die SG Eilsen/Bückeburg II und die VT Rinteln III haben diese Chance nicht mehr. Letztere hat in dramatischem Kampf gegen Bad Münder und Lauenau verloren und muß nun zum zweiten Mal in Folge eine Klassenverschlechterung hinnehmen.

TuS Germania Hohnhorst 3

Behauptet sich im Mittelfeld der Kreisliga: Germania Hohnhorst III
von links: Lars Engelking, Kerstin Hoffmann, Guido Hertwig, Hans-Peter Pfaffe
Marina Engel, Thomas Jacoby, Jens Müller


In der ERSTEN KREISKLASSE sind zwar noch nicht alle Spiele gespielt, doch steht der Aufsteiger auch hier schon fest. Der TSV Hagenburg I mit Mannschaftsführer Michael Groß und Spitzenspieler Gerd Kretschmann hat in der ganzen Saison nicht einen Zähler abgegeben und wird mit dem derzeitigen Punktekonto von 24:0 zum zweiten Mal den Durchmarsch realisieren; Ziel: Bezirksebene. Wer in der Endauswertung auf Platz zwei steht und damit über die Relegationsspiele ebenfalls in den Genuß des Aufstiegs kommen kann, ist noch nicht sicher. Im Rennen sind noch Bad Münder II, Hohnhorst IV und Rinteln IV. Die Entscheidung fällt am 28. Januar in Bückeburg und Lindhorst, wenn sich Bad Münder durch einen Sieg gegen Rinteln diese Position sichern könnte, umgekehrt Rinteln aber noch die Möglichkeit hätte, sich vom vierten auf den zweiten Platz vorzuschieben. Auf Rang fünf befindet sich zur Zeit die SG LindBeck vor Lauenau, Hameln und Eilsen/Bückeburg.

Der Aufsteiger der ZWEITEN KREISKLASSE könnte TB Hilligsfeld, Eintracht Bückeberge oder SG Hemeringen heißen. Endgültig ist dies erst Anfang Februar, wenn die letzten Begegnungen stattgefunden haben. Es wird aber mit Sicherheit noch spannend, da der zur Zeit erstplazierte TB Hilligsfeld noch gegen den Nebenbuhler Hemeringen spielen muß und auch bei der Eintracht Bückeberge noch zwei Begegnungen ausstehen. Im Mittelfeld rangieren Hagenburg II und die SG Eilsen/Bückeburg IV, Abstiegskandidaten sind Rinteln V, Rumbeck II und Wallensen I.

Von der DRITTEN KREISKLASSE in die zweite Kreisklasse verbessern wird sich vermutlich der VfL Hameln III, der bisher nur gegen Hilligsfeld einen Punkt verloren hat. Dichtauf folgen Hemeringen und Bückeberge II. Die Viertvertretung der Victoria Lauenau bestritt am letzten Wochenende insgesamt vier Spiele gegen Hemeringen, Hilligsfeld und Bückeberge II und III. Nachdem in diesem Härtetest alle Begegnungen verloren wurden, sackte das Team auf Platz sieben ab. Dahinter liegen nur noch Bückeberge III und der bisher sieglose TSV Hagenburg IV.