Schaumburger Nachrichten 18.01.1995

Badmintontitel rückt näher

Zwei Siege der Germanen

Mit zwei Siegen hat der TuS Germania Hohnhorst seine Chance gewahrt, noch Meister in der Badminton-Verbandsklasse zu werden. Begünstigt wurde die Chance durch die Niederlage des Tabellenführers TuS Wunstorf gegen die TSV Burgdorf (3:5). Dadurch bleiben die Wunstorfer zwar Spitzenreiter, doch der Vorsprung gegenüber dem TuS Germania Hohnhorst und der TSV Burgdorf ist auf zwei Zähler zusammengeschmolzen. Am letzten Spieltag entscheidet sich nun erst die Meisterschaft. Und dann hat es das Hohnhorster Team gegen den TuS Wunstorf selbst in der Hand, im Finish noch an dem Primus vorbeizuziehen.

In Seelze gewannen die Hohnhorster 6:2 gegen die zweite Mannschaft des Gastgebers und 5:3 gegen den TuS Wettbergen. Gegen die Seelzer ging der TuS nach dem Damendoppel, das Karen Blume/Kerstin Oldenburg gewannen, 1:0 in Führung. Beide Herrendoppel wurden im dritten Satz entschieden. Während Ulf Fildebrandt/Jürgen Assing ihre Partie verloren, konnten Frank Grabowski/Matthias Pfaffe zum 2:1 punkten. Ulf Fildebrandt versuchte im Spitzeneinzel die Schlappe aus dem Doppel wett zu machen, doch er verlor unglücklich im Entscheidungssatz 15:17 in der Verlängerung. Über drei Sätze mußte sich such Frank Grabowski quälen, doch am Ende war er beim 15:12 im letzten Durchgang der glücklichere Spieler. Keine Mühe hatte Jürgen Assing, um seine Partie in zwei Sätzen sicher zu absolvieren. Als auch noch Kerstin Oldenburg 11:3/11:3 gegen Birgit Sodtke gewann, war der TuS Germania Hohnhorst uneinholbar 5:2 in Führung gegangen. Den Endstand zum 6:2 markierte das Mixed mit den Geschwistern Sandra und Matthias Pfaffe.

Beim 5:3 gegen den TuS Wettbergen sah sich die Hohnhorster Mannschaft von einem 1:2-Rückstand konfrontiert. Das Damendoppel mit Karen Blume und Sandra Pfaffe gewann zwar sicher, doch dafür patzten beide Herrendoppel. Doch die Männer machten ihre schwache Leistung in den Doppeln durch drei Einzelsiege wieder gut: Ulf Fildebrandt (15:9/15:11), Frank Grabowski (14:15/17:14/15:4) sowie Jürgen Assing (17:15/15:1) sorgten für den 4:2-Vorsprung. Kerstin Oldenburg ist die stärkste Einzelspielerin der gesamten Staffel. Doch diesmal brauchte sie unerwartet lange, um ihre Gegnerin letztendlich 11:7/11:5 zu besiegen. Als die Mannschaft merkte, daß sie sich äußerst schwer tat, feuerten sie Kerstin Oldenburg frenetisch an. Der anschließende Kommentar der Spielerin, warum sie denn so lange gebraucht hätte, lautete: "Ich wollte auch einmal etwas von meinem Spiel haben." Das Mixed wurde abschließend zum 5:3-Endstand für den TuS Germania Hohnhorst verloren. (em)